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blog.mindestlohn.de

Bernd Steinmann schrieb am Dienstag 17. Juni 2008 zum Thema Meinungen:

Sarrazin: «Für fünf Euro würde ich jederzeit arbeiten gehen»

Jeder hat seine Meinung. Und der Berliner Finazsenator äußert sie. Und trampelt immer wieder durch die Fettnäpfchen.

"Berlin (dpa/bb) - Der Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) würde auch für einen deutlich geringeren Mindestlohn als die von seiner Partei geforderten 7,50 Euro arbeiten. Auf die Frage, welches sein persönlicher Mindestlohn pro Stunde sei, antwortete Sarrazin im Politikmagazin 'Cicero' (Juli-Ausgabe): 'Für fünf Euro würde ich jederzeit arbeiten gehen. Das wären 40 Euro pro Tag.' Die Sozialdemokraten setzen sich für einen Mindestlohn von 7,50 Euro ein.

Senatssprecher Richard Meng kommentierte die Äußerung Sarrazins: 'Der Senat tritt für 7,50 Euro ein, dabei bleibt es.' Praktisch und rechtlich sei es für Senatoren außerdem nicht möglich, für ein anderes Gehalt zu arbeiten, 'insofern hat sich diese Idee wieder erledigt'."

Da hat er fein gesprochen, der Sprecher.

URL des Textes: http://www.blog.mindestlohn.de/5/viewentry/2414


Kommentare

Steffen Grünbaum am 17. Juni 2008

Ich finde es absolut nicht richtig was Herr Sarrazin dort von sich gibt das er für fünf Euro arbeiten gehen würde, ich möchte ihn mal sehen wenn er als Koch für fünf Euro arbeiten geht und noch die ganzen Steuern von seinem am Ende des Monats hart verdienten Geldes abgehen.

Davon kann man nicht Leben deswegen fordern wir 7.50€ Stundenlohn


malinski am 18. Juni 2008

Auch 7,5€ ist ein Witz.
Die Herren ( & Damen) welche solche Gehälter fordern sollten mal nur 12 Monate zu diesen Bedienungen leben! Es ist leicht etwas von Entbehrungen zu sprächen, wenn man noch nie etwas entbeeren musste!
Als Schüler verdiente ich vor über 10 Jahren mit Zeitungsaustragen MEHR !!! ... und Zeitungsaustragen war damals einer der am schlechtesten bezahlten Jobs ! Von der Inflation und der Teuerungsrate seit der Euroeinführung wollen wir erst gar nicht anfangen.....
In Deutschland haben wir mit die günstigsten Preise Europas - WEIL WIR fast AM WENIGSTEN VERDIENEN in Europa!!!


Kapitalistenwolf am 18. Juni 2008

Soll er es doch als Langzeittest ein Jahr lang durchführen.

Am besten und schnellsten lernt eine "Pappnase", wenn man ihn mit den Früchten seines Handelns direkt konfrontiert. Das prägt sich am Besten ein.

Allerdings würde ich seinen Stundenlohn auf 9,50 aufstocken.

Ich denke mal, auch dass wäre für Herrn S. Strafe genug.





Ludwig Zimmermann am 23. Juni 2008

Das mit dem Mindestlohn ist so eine Sache. Alle finden dass die Leute zu wenig kriegen, doch darf das Pfund Butter nur 1 € kosten und der Liter Milch nur 0,99 €. Da kann es dann schon zu Löhnen kommen, die Mann oder Frau nicht mehr ernähren.Statt einen VW-Golf gibts dann den Dacia Logan.Auch Arbeitgeber wollen und müssen sparen.


hinrich maas am 4. Juli 2008

Es steht dem Herrn Sarazin frei, sich mit einem Mindestlohn von 5€ zu begnügen. Um seiner Glaubwürdigkeit willen sollte er den Differenzbetrag zu seinem Senatorengehalt spenden, sei es zur Entschuldung des Berliner Senates oder auch für die Arbeit einer Erwerbsloseninitiative. Ansonsten empfehle ich ihm, seine Sprücheklopferei nicht mit Arbeit zu verwechseln.


Udo Pahl am 17. Juli 2008

Sarazin - ein "Verbalerotiker" erster Ordnung; was sind das alles für TYPEN, die solche Dinge vebreiten. Ich bezeichne solche Politiker als Rosstäuscher.
Wenn man den "Subventionsbetrag" für jeden Deutschen in Höhe von ca. 1'500 euronen/mon. analysiert, wäre sogar das uneingeschränkte Grundeinkommen für jeden Bürger ohne WENN und ABER machbar.