Der Kombilohn gilt vielen als Wundermittel. Durch staatliche Zuschüsse sollen die Anreize verstärkt werden, zu niedrigsten Löhnen zu arbeiten. Für die Unternehmer soll es noch billiger werden.
Angeblich werden sie dann Hunderttausende oder gar Millionen neue Beschäftigte einstellen. Funktionieren wird das nicht. Denn für zusätzliche Produkte fehlt vor allem die Nachfrage.
Statt dass neue Arbeitsplätze entstehen, tritt der Drehtüreffekt ein: Subventionierte Beschäftigte verdrängen unsubventionierte. Diese werden in anderen Betrieben subventioniert wieder eingestellt und verdrängen wieder andere. Im Endeffekt wird viel Geld für Subventionen ausgegeben, aber mehr Arbeitsplätze entstehen so nicht. Gleichzeitig ermöglichen breit angelegte Kombilöhne Lohndumping. Sie setzen auch die Einkommen der höher Verdienenden unter Druck. Die Spirale nach unten wird beschleunigt: noch weniger Kaufkraft, noch mehr Arbeitslose.
Wir brauchen existenzsichernde Mindestlöhne. Statt auf Kosten der Steuerzahler Armutslöhne zu subventionieren.










