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Abstimmung

Welche Höhe soll ein gesetzlicher Mindestlohn in Deutschland haben?

  • 6,00 Euro
  • 7,50 Euro
  • 9,00 Euro
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Mittwoch 4. August 2010

NGG Fernsehtipp: Mies bezahlt und ohne Rechte - Ausbeutung trotz Aufschwung?

DONNERSTAG, 5.8.2010 UM 22.15 UHR IM ZDF:

Gäste:
Michael Fuchs (CDU), stellvertretender Unions-Fraktionschef im Bundestag
Oskar Lafontaine (Die Linke), Fraktionsvorsitzender im saarländischen Landtag, ehemaliger Parteivorsitzender
Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)
Helmut Naujoks, Rechtsanwalt für Arbeitgeberinteressen, Autor - u.a. „Schwarzbuch Betriebsrat“
Marie-Christin Ostermann, Bundesvorsitzende des Verbandes DIE JUNGEN UNTERNEHMER (BJU) und geschäftsführende Gesellschafterin Lebensmittelgroßhandel Rullko GmbH & Co. KG

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Meinungen
 

Donnerstag 29. Juli 2010

Anton Hirtreiter schreibt uns:

„In München fand letzte Woche ein Firmenlauf statt. Auch ver.di beteiligte sich daran, vom Fachbereich 10 waren Kollege Matthias Knüttel, Claudia Weber und Florian Pollok (und das ehrenhalber Mitglied des FB 10, Kollege Josef Falbisoner) dabei.

Kollege Pollok ist nicht direkt sichtbar auf dem beiliegenden Bild, er ist nämlich in sehr, sehr guter Zeit in der sogenannten Postmindestlohnpuppe mitgelaufen. Respekt an Flo und allen anderen Mitläufern für die gute Sache.“

 

Autor: Bernd Steinmann
 
Dienstag 27. Juli 2010

Möllenberg: „Gesetzlicher Mindestlohn muss kommen“

Die NGG meldet:

„‚Weder Sittenwidrigkeitsgrenze noch Branchenmindestlöhne können die Ausweitung des Niedriglohnsektors stoppen. Zwei Millionen Menschen verdienen weniger als sechs Euro pro Stunde – und es werden immer mehr, wie die jüngste Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation zeigt. Wieviel Belege braucht die Bundesregierung noch, um wirksam gegen diese dramatische Entwicklung vorzugehen?‘ Ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde sei dringender denn je, so die Forderung von Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am 27. Juli 2010.

Die Bundesregierung müsse endlich einen Plan für Wirtschaft und Arbeitsmarkt vorlegen, wie die Herausforderungen, die mit der vollen Arbeitnehmerfreizügigkeit ab Mai 2011 auf die Bundesrepublik zukommen, zu meistern sind. ‚Für Branchen wie das Gastgewerbe, das Bäckerhandwerk oder weite Teile der Fleischwirtschaft gelten keine Tarifverträge oder die Arbeitgeber entziehen sich der Tarifbindung. Damit sind dem Lohndumping keine Grenzen gesetzt, wie es sie in fast allen europäischen Ländern gibt.‘

Es sei ein Skandal, dass der von Wirtschaftsminister Brüderle hochgejubelte Konjunkturaufschwung und die Entspannung am Arbeitsmarkt vor allem mit Leiharbeit, geringfügiger Beschäftigung oder Teilzeitarbeit zu niedrigsten Löhnen, die dann vom Staat ‚aufgestockt‘ werden müssen, damit sie zum Leben reichen, funktionierten. ‚Mit einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro könnte die Bundesregierung ein Zeichen setzen, dass es ihr ernst ist mit der Verteilungsgerechtigkeit sowie der Stabilisierung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt.‘“

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Befürworter
 
Dienstag 20. Juli 2010

Postmindestlohn: Gerster-Verband verweigert Mindestlohnverhandlungen

ver.di meldet:

„Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Weigerung des Arbeitgeberverbands Neue Brief- und Zustelldienste (AGV NBZ) scharf kritisiert, über einen Mindestlohntarifvertrag zu verhandeln.

‚Damit unterläuft der AGV NBZ das politische Ziel von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, die Branchenbeschäftigten vor Dumpinglöhnen zu schützen‘, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis nach einem Spitzengespräch mit AGV NBZ-Präsident Florian Gerster. ver.di werde nun mit den übrigen Branchenverbänden eine Verständigung über Mindestlöhne anstreben.

Am 19. Juli 2010 hatte Arbeitgebervertreter Gerster erklärt, ‚dass wir einen Mindestlohn nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz nicht akzeptieren können‘. Damit hat der AGV NBZ eine komplette Kehrtwende vollzogen. Bislang hatte Gerster stets behauptet, er wolle mit ver.di über einen Postmindestlohn verhandeln, war allerdings die erforderlichen Angaben über seine Verbandsmitglieder schuldig geblieben, offenbar um nicht in konkrete Gespräche einsteigen zu müssen.

‚Gerster ist ein König ohne Land. Der Verband will lediglich verzögern und verschleppen, aber nicht verhandeln. Das ist nun endlich aktenkundig‘, sagte Kocsis. Damit habe sich der Gerster-Verband als seriöser Verhandlungspartner vollständig diskreditiert. Verhandlungen über einen Flächentarifvertrag scheinen vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen komplett sinnlos, betonte Kocsis.“

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Befürworter
 
Montag 19. Juli 2010

Tarifkommission stimmt Mindestlohn für Geld- und Wertdienste zu

ver.di meldet:

„Die Tarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat dem Mindestlohn-Tarifvertrag mit der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienstleister (BDGW) zugestimmt. Damit können die Beschäftigten von Geld- und Werttransporten sowie in der Geldbearbeitung über die gesamte Laufzeit der Tarifvereinbarung je nach Region Lohnsteigerungen von bis zu 30 Prozent erwarten. Der Tarifvertrag tritt zum 1. Juli 2010 in Kraft und ist erstmalig zum 31. Dezember 2013 kündbar. Erfasst sind ungefähr 8.000 Branchenbeschäftigte.

‚Mit dieser Tarifvereinbarung werden entscheidende Impulse für eine angemessene Lohnentwicklung in der Branche gesetzt‘, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Petra Gerstenkorn am 16. Juli 2010. Künftig gelte es vor allem, neben der Tarifpflege die Unterschiede zwischen West und Ost endgültig einzuebnen.

Der Tarifvertrag sieht regional unterschiedliche Mindestentgelte vor. Demnach erhalten ab 1. Januar 2011 Beschäftigte im Geld- und Werttransport in den ostdeutschen Bundesländern 8,20 Euro/Stunde. Der Stundenlohn steigt stufenweise auf 10 Euro ab 1. Januar 2013. In der Geldbearbeitung steigen die Stundenlöhne im Osten von 7,50 Euro ab 1. Januar 2011 stufenweise auf 8,30 Euro ab 2013. In den westdeutschen Bundesländern reicht die Spanne der Mindeststundenlöhne bei Geld- und Werttransporten von 9,70 Euro in Schleswig-Holstein und 13,50 Euro pro Stunde in Nordrhein-Westfalen ab 2011 bis zu 10,50 Euro in Schleswig-Holstein bzw. 14 Euro zwischen Rhein und Ruhr ab 2013. Beschäftigte in der Geldbearbeitung erhalten ab 2011 dort 8 Euro (Schleswig-Holstein) und 10 Euro (Nordrhein-Westfalen). Die Stundenentgelte werden stufenweise auf 9 Euro (Schleswig-Holstein) bzw. 11,50 Euro (Nordrhein-Westfalen) ab 2013 angehoben.

Die Vereinbarung steht noch unter einem Gremienvorbehalt der Arbeitgeberseite.

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Befürworter
 
Donnerstag 15. Juli 2010

Möllenberg: Saisonarbeit nur mit Mindestlohn

Die NGG meldet:

„Den in dieser Woche von EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström präsentierten Vorschlag zur Entsendung von Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten und zur Erleichterung von Saisonarbeit bewertet Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), sehr kritisch:

‚Der zur Begründung angeführte Fachkräftemangel – beispielsweise im Gastgewerbe – lässt sich mit Saisonarbeit keinesfalls beseitigen. So lange es in Deutschland keinen gesetzlichen Mindestlohn gibt, besteht die Gefahr, dass dem Lohndumping damit ein weiteres Tor geöffnet wird. Es ist widersinnig, hierzulande Arbeitslosigkeit und so genannte Aufstocker zu finanzieren und gleichzeitig weitere Billigarbeitskräfte anzuheuern und ihnen Anspruch auf Sozialleistungen zuzusichern.

Wir haben einen besseren Vorschlag: Die Qualität der Ausbildung im Gastgewerbe verbessern und Löhne zahlen, die zum Leben reichen. Es macht nur Sinn, ausländische Arbeitskräfte mit inländischen gleichzustellen, wenn für beide eine untere Grenze gegen Lohndumping gilt. Das kann nur ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro sein – flächendeckend für alle Branchen.‘“

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Befürworter
 
Donnerstag 8. Juli 2010

Koalition streitet wegen Mindestlohn für die zeitarbeit

„In der Koalition bahnt sich ein Streit um einen gesetzlichen Mindestlohn für die Zeitarbeitsbranche an. Die von BM‘in von der Leyen angestrebte gesetzliche Lohnuntergrenze für die Branche als Schutz heimischer Arbeitnehmer vor Billigkräften aus dem Ausland, lehnt BM Brüderle ab.‘Die Arbeitnehmerfreizügigkeit eröffnet Deutschland auch Chancen. In einigen Branchen besteht akuter Fachkräftebedarf‘, sagte Brüderle der Rheinischen Post.“



Der Brüderle ist doch total daneben. Da haben seine Freunde in den Unternehmen jahrelang nicht ausgebildet und jetzt stellen sie einen FacharbeiterInnenmangel fest.

 

Autor: Bernd Steinmann
 
Kommentare
Kommentar zu:
Vom Lohn leben
Carmen
19. Mai 15:41

Mindestlohn hin oder her solang wie in China Leute für unter einem Dollar arbeiten wird sich hier niweiter...

Simon
26. April 08:48

Muss ich dem guten Herr Möllenberg absolut zustimmen. Was bringt es Arbeit zu haben, wenn man davon weiter...

Gerhard Stöcker
31. März 05:30

Ich sehe das auch so. Wer Geld verdient, kann auch Geld ausgeben, was ganz wichtig ist für unsere Koweiter...

Gerhard Stöcker
31. März 05:14

Liebe Leser und Leserinnen, seit langem hören wir die Diskusion über Mindestlöhne. Ich bin zwar aweiter...

Kommentar zu:
Vom Lohn leben
Sina K.
18. März 22:28

Wir waren traurig darüber, dass nun auch der Postmindestlohn weg ist :-(weiter...

Michael
25. Februar 20:54

Alle die Politiker in Deutschland werden möchten, sollten 2 Jahre von Hartz IV leben. Dafür müsste eweiter...

Michaela Weimar
10. Februar 19:01

Mein Sohn verdient als Fachhandelspacker seit 10 Jahren für 50 Stunden Woche 800 Brutto.Ich hätte diweiter...

ingo
06. Februar 02:21

Zuerst ein mal ich finde es richtig dass ein Mindestlohn für alle gefordert wird. Leider kommt erweiter...

Andre günther
28. Januar 12:12

war geil in berlin bin der fahrer des ersten Lkw Schöne grüße Habt ihr noch ein vid?weiter...